3










Fotos: Arwed Messmer

Wohnhaus im Grunewald
Ort: Berlin-Grunewald
Bauherr: privat
Fläche: 475 qm BGF
Bauzeit: 2005 - 2006
Mitarbeiter: Marcus Schröger, David Ruic, Anja Koch, Yoichi Osaki


Auf einem dicht von Bäumen umstandenen Grundstück im Berliner Villenviertel Grunewald haben HSH Hoyer Schindele Hirschmüller ein Wohnhaus für eine Familie geplant. Der Wunsch des Bauherrn war, bei größtmöglicher Privatheit ein offenes Raumkonzept zu realisieren, das die Innen- und Außenräume auf allen Ebenen funktional und räumlich verzahnt. Die skulpturale Bauform des Wohnhauses erfüllt diese gegensätzlichen Anforderungen: Um einen Patio sind dreiseitig kubische Baukörper gruppiert, die ineinander greifen und in allen Geschossen um Terrassenflächen ergänzt sind. Die Ausrichtung der Räume folgt dabei konsequent dem Verlauf der Sonne und dem Tagesablauf der Bewohner. Den möglichst großen Öffnungen der Wohnräume stehen nach Norden und zu den Nachbarn schmale „Schießschartenfenster“ mit schrägen Fensterlaibungen gegenüber, die wenig Einblick gestatten, aber durch ihre Form und Ausrichtung genau die Morgensonne einfangen.

Entwurfsprinzip für die Baukörper ist ein um 90 Grad von der Linie zur Fläche gefaltetes und gebogenes Grundmodul. Die Einzelmodule wurden zu einer Gesamtskulptur zusammengesetzt, wobei die weichen Rundungen die Übergänge der einzelnen Elemente verschmelzen.