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| Sanierung und Umnutzung.
Karl-Marx-Allee 34, Berlin-Mitte Planungs- und Bauzeitraum: 2007-2009 Fertigstellung: 2009 Mitarbeiter: Lutz Tinius, Hille Bekic, Tai Schomaker, Michael Kohl, Sebastian Besler, Christiane Weiss, Torsten Klafft, Antonella Mauchigna, Yoichi Osaki |
| Wiedereröffnung des Café Moskau, Berlin: neue Nutzung als Konferenz- und Veranstaltungs-zentrum nach Umbau durch HSH Architekten 1964 erstmals feierlich eröffnet, war das Café Moskau eines DER Restaurants im ehemaligen Ost-Berlin. Der „neue Gesellschaftsbau“ im 2. Bauabschnitt der einstigen Stalinallee, dem ersten sozialistischen Straßenzug der DDR, demonstrierte die enge Verbundenheit der DDR mit dem „großen Bruder“ Sowjetunion. Nach 1989 wurde das Café Moskau unter Denkmalschutz gestellt. Dennoch verfiel das Gebäude zusehends. Der Restaurantbetrieb musste eingestellt werden. 2007 hat die Nicolas Bergruen Berlin Three Properties die Immobilie schließlich erworben und nach den Plänen von HSH Architekten umbauen lassen. Nun wird das Café Moskau als Konferenz und Veranstaltungszentrum für bis zu 2400 Personen wieder eröffnet. Um diese Nutzung zu ermöglichen, haben HSH Architekten das Gebäude funktional neu gegliedert: Das Erschließungssystem wurde neu strukturiert und an der Ostseite des Gebäudes ein repräsentativer Eingang hinzugefügt. Ehemalige Küchenbereiche im Unter- und Erdgeschoss wurden in hochwertige Veranstaltungsflächen umgewandelt. Die gesamte Gebäudetechnik wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt modernisiert. Formal lehnt das Konzept von HSH Architekten an den ursprünglichen Entwurf von Josef Kaiser an. Veränderungen aus den 80er Jahren wurden weitestgehend zurückgebaut und nur ausgewählte Kunstwerke erhalten. Kaisers zentralen Themen „Transparenz und Reflexion“ sowie die „Durchdringung von Innen- und Außenraum“ haben HSH aufgegriffen und weiterentwickelt. So wird der neu geschaffene Eingang von einer anthrazitfarbenen Glaswand begrenzt, die – im Gegensatz zu den Glaswänden Kaisers – in viel größerem Maße reflektiert als Durchblick gewährt. Durch Projektion oder den Einbau von LEDs kann sie zum digitalen Bildträger werden und schafft damit zugleich einen Bezug zu der Bildsprache der 60er, dem Wandmosaik von Bert Heller am Haupteingang des Gebäudes. Ab November 2009 finden wieder Veranstaltungen im Café Moskau statt. |
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